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Ausgabe 4 / 30. Oktober 2009
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# Editorial
# Pharma-Assistentin: Ein Beruf mit Perspektive
# News von der Imagekampagne «Direkt in die Apotheke»
# Fragen und Antworten zum Thema Impfen
# Pandemie-Planung in den Apotheken
# Apotheken-Ratgeber

Editorial der Messeverantwortlichen

Berufsschau 2009

Das Lehrstellenangebot in Basel ist im Vergleich zur gesamten Schweiz recht gut. Trotzdem gestaltet sich die Suche nach Lehrstellen für junge Menschen immer schwieriger. Ziel der Berufsschau ist es, Jugendlichen die Breite und Vielfalt der Lehrberufe aufzuzeigen und ihnen einen ersten Eindruck zu vermitteln, wie in den einzelnen Berufen gearbeitet wird – damit die Jugendlichen ihr Wissen über das Berufsangebot erweitern und so den für sie geeigneten Beruf sicherer wählen können. Die Berufsschau, die vom 21. – 25. Oktober in Pratteln stattgefunden hat, war die zentrale Messe für die Bewerbung des Berufes der Pharma-Assistentin für die Region Nordwestschweiz.

Der Stand der Apotheken beider Basel wurde rege besucht. Pharma-Assistentinnen, Apotheker, Apothekerinnen und Lernende informierten die Standbesucher über den Beruf der Pharma-Assistentin, die Weiterbildung zur Pharma-Betriebsassistentin und die Ausbildung zum Apotheker/zur Apothekerin durch ein Pharmaziestudium.
Den Berufsalltag haben wir die Besucher aktiv erleben lassen. Sie durften eine Handcreme in eine Alutube abfüllen und diese als Geschenk mit nach Hause nehmen.

Dank erneutem Engagement vieler Beteiligten ist es uns gelungen, den Besuchern einen Einblick in unsere Arbeit zu geben und das Berufsbild der Pharma-Assistentin positiv zu präsentieren.

Sabine Kunz, Apothekerin FPH
KfOe-Mitglied, verantwortlich für Messeauftritte
Inhaberin, Geschäftsführerin TopPharm Apotheke Kunz,
Aesch BL






 

Pharma-Assistentin: Ein Beruf mit Perspektive

Pharma-Assistentinnen haben einen anspruchsvollen aber auch vielseitigen Beruf. Im Mittelpunkt der beruflichen Anforderung steht stets der Mensch.


Wichtigste Tätigkeit von Pharma-Assistentinnen EFZ und Pharma-Assistenten EFZ im breiten Aufgabenspektrum ist die Beratung der Kunden zu Fragen der Gesundheit, Krankheit, Medikamente und Selbstmedikation. Sie arbeiten mit den Apothekerinnen und Apothekern im Team. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Die Berufsschule vermittelt

  1. Naturwissenschaftliche Grundlagen (Chemie, Physik, Botanik, Drogenkunde, Anatomie, Physiologie)
  2. Basiswissen Arzneimittel, allgemeine Medikamentenlehre, Galenik
  3. Krankheitslehre, Prävention, Gesundheitserhaltung
  4. Kundenbetreuung
  5. Administrative Arbeiten, Warenbewirtschaftung, berufliche Gesetzeskunde, WRG
  6. Sprachen (lokale Landessprache und Fremdsprache)

Nach der Ausbildung haben Pharma-Assistentinnen die Möglichkeit zum internen Aufstieg oder auch zur beruflichen Spezialisierung im pharmazeutisch-medizinischen Bereich oder im Marketing.

News von der Imagekampagne «Direkt in die Apotheke»

Kompetenzbereich «Risiken und Nebenwirkungen»

Das aktuelle Sujet der Imagekampagne illustriert die Kompetenzen der Apotheken in der Beratung zu Risiken und Nebenwirkungen in Kombination mit der Herbstmesse. Das Besteigen der Messebahnen ist grundsätzlich gefahrlos, doch ist es auch hier besser zu wissen, ob der Magen und Kreislauf die Tour auf der Achterbahn oder im Karussell erträgt. Die Apothekerinnen und Apotheker beraten Sie zu allfälligen Risiken bei einer Medikamenteneinnahme, möglichen Interaktionen bei zeitgleicher Einnahme mehrerer Arzneimittel und informieren Sie über deren Nebenwirkungen.

Ihre Apotheke bildet erste Anlaufstelle in Bezug auf die Medikamenteneinnahme. Denn in diesem Bereich sind fachliche Kompetenz und Vertrauen gefragt. Lassen Sie sich beraten, damit Sie möglichst rasch ohne Risiken und Nebenwirkungen genesen. Die Tramhänger sind in den Linien der BVB und BLT zu sehen.

Impfung gegen die saisonale Grippe in Basler Apotheken. Spontan und unkompliziert!

Die aktuellen Fragen rund um eine Pandemie zeigen, wie wichtig die sorgfältige, fachlich fundierte und persönliche Information über Impffragen ist. Im Oktober und November können sich Personen ab 16 Jahren erneut in Basler Apotheken gegen die saisonale Grippe impfen lassen.

Arbeitstätige Personen zwischen 16 und 65 Jahren sind speziell angesprochen, sich spontan und unkompliziert in einer Apotheke von einem Arzt zu einem kostengünstigen Preis von 29 Franken (Abklärung, Impfstoff und Impfung) impfen zu lassen. Personen, welche in Beruf oder Haushalt häufigen Kontakt zu Menschen haben, wird die Grippeimpfung empfohlen.

Gerade in der momentanen Situation mit einem möglichen Aufflammen der H1N1-Grippe (Schweinegrippe) ist eine Impfung gegen die saisonale Grippe sinnvoll und angezeigt. Dies vor allem für Personen, welche einer Risikogruppe angehören.

28 Apotheken impfen in Basel zwischen dem 1. Oktober und dem 29. November. Die Adressen und Impfzeiten erfahren Sie unter www.apothekerverbandbasel.ch

Fragen und Antworten zum Thema Impfen

Lydia Isler, Projektleiterin Grippeimpfaktion

Schützt die Impfung gegen die saisonale Influenza auch vor Ansteckung durch den neuen Influenza-Typ H1N1 (Schweinegrippe)?

Nein, denn es handelt sich dabei um zwei unterschiedliche Virus-Stämme, deren Verbreitung nur mit den entsprechenden Impfstoffen bekämpft werden kann. Es braucht also zwei unterschiedliche Impfungen. Wann und wie der Impfstoff für H1N1 für den Einzelnen verfügbar wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Diese Impfung ist jedoch ebenfalls empfehlenswert.

Bietet die Impfung 100-prozentigen Schutz?

Sie bietet den grösstmöglichen Schutz. Die Impfung kurbelt die körpereigene Abwehr an und aktiviert das Immunsystem noch viele Wochen nach der Impfung. So können auch andere Viren leichter bekämpft werden. Die Impfung schützt nicht gegen die Erreger von einfachen Erkältungskrankheiten. Der Impfschutz beginnt am 8. bis 10. Tag nach Impfung, das Maximum wird in der 4. bis 8. Woche erreicht, dann nimmt der Schutz für die nächsten 6 bis 12 Monate linear ab. Der Impftermin sollte so gewählt werden, dass während der Epidemie ein optimaler Schutz gewährleistet ist. Die beste Zeit ist also Mitte Oktober bis Mitte November.

Wer gehört zur Risikogruppe?

Folgende Personen haben ein erhöhtes Komplikationsrisiko bei der saisonalen Grippe:

Personen über 65 Jahre, Frühgeborene, Säuglinge, Personen mit chronischen Erkrankungen (insbesondere Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronisch-obstruktive Lungenkrankheiten (COPD) oder zystische Fibrose, chronische Herzerkrankungen, angeborene Fehlbildung des Herzens, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Blutes) oder Personen mit Immunsuppression.

Folgende Personen haben ein erhöhtes Komplikationsrisiko bei der pandemischen Grippe (H1N1):

Schwangere Frauen, Säuglinge, Personen mit chronischen Krankheiten (insbesondere Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronisch- obstruktive Lungenkrankheiten (COPD) oder zystische Fibrose, chronische Herzerkrankungen, angeborene Fehlbildung des Herzens, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Blutes), Personen mit angeborener oder erworbener Immunschwäche und immunosuppressiver Therapie, über 65-Jährige (ihr Infektionsrisiko ist allerdings geringer).

Pandemie-Planung in den Apotheken

Fachkreise gehen davon aus, dass eine Grippepandemie kommen wird. Fraglich ist einzig der Zeitpunkt. Die Apotheken beider Basel haben ein Pandemie-Team, welchem Christoph Meier (BS) und Jürg Marti (BL) aus dem kantonalem Pandemiestab sowie die Apotheker Andy Weiss (BS) und Matthias Liechti (BL) angehören. Zur Grippe-Pandemie-Vorbereitung wurde ein ausführlicher Pandemieplan erarbeitet.

Lassen Sie sich sowohl in Bezug auf die saisonale Grippeimpfung als auch zur Pandemie in Ihrer Apotheke beraten.

Aktuelle Informationen zur Schweinegrippe-Pandemie finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit sowie beim Gesundheitsdepartement der Stadt Basel.

Zur saisonalen Grippeimpfung erfahren Sie hier mehr.

Apotheken-Ratgeber

«Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.»

Dieser Satz ist uns allen bestens geläufig. Doch wie oft wird er befolgt? Die einen wollen darüber am liebsten nichts wissen im Sinne von „was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss“. Andere stürzen sich förmlich auf den Abschnitt zu den Nebenwirkungen im Beipackzettel. Die Schätzung der Todesfälle oder Spitalaufenthalte infolge unerwünschter Arzneimittelwirkung ist hoch. Nur gute Kenntnisse der Patienten über Nutzen und Risiken einer Arzneimitteltherapie helfen Schäden abzuwenden und Therapieziele zu erreichen.

Apothekerinnen und Apotheker sind die professionelle Anlaufstelle für alle Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen. Die Einnahme von Medikamenten sollte nicht ohne diese kompetente Beratung erfolgen. Dies bezieht sich ebenfalls auf die Wahl von Arzneimitteln. Auch im nicht verschreibungspflichtigen Bereich kann ein Fehlgriff zum falschen Mittel fatale Folgen haben oder im harmlosesten Falle keine Wirkung erzielen. Bei der im Angebot stehenden Vielfalt an Medikamenten, ist es angezeigt, sich von Fachpersonen beraten zu lassen, um eine rasche Genesung herbeiführen zu können.

Zögern Sie nicht: Fragen Sie zu Risiken und Nebenwirkungen Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin und lassen Sie sich vor einem Kaufentscheid stets beraten.

Berufsschau 2009 Informationen und Fotoimpressionen von der Berufsschau 2009 in Pratteln finden Sie hier:# Weiter

Beruf Pharma-Assistent/in Hier finden Sie Informationen zum Beruf des/der Pharma-Assistenten/in.# Weiter

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